Umfrage: Kommunen als Vorreiter der Circular Society?

Von der Wegwerfgesellschaft zur Kreislaufgesellschaft

Existenzgrundlage Recycling

Klimawandel, Energiewende, Digitalisierung und E-Mobilität sind die großen Herausforderungen des Jahrhunderts. Gerade weil auch diese neue Rohstoffbedarfe mit sich bringen, ist nachhaltiges Handeln gefordert. Um dabei einen Lebensstandard zu erhalten, der dem heutigen entspricht, muss unsere gesamte Gesellschaft einen Paradigmenwechsel vollziehen. Jede und jeder Einzelne muss daran mitwirken, den Weg von der Wegwerfwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft einzuschlagen und konsequent zu verfolgen. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten Forschung und Politik heute daran, Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum zu entkoppeln: Rohstoffe müssen effizienter eingesetzt, Stoffströme verlangsamt und Recycling und Rohstoffrückgewinnung gefördert werden. Recycling stellt dabei eine wichtige Existenzgrundlage für zukünftige Generationen dar und schafft Arbeitsplätze. Langfristig werden Kreislaufwirtschaftsprodukte nicht mehr die Ausnahme darstellen, sondern die Regel sein müssen. Jeder gewonnene oder importierte Rohstoff muss so lange wie möglich eingesetzt werden.

Städte und Gemeinden haben die Chance, diesen Wandel aktiv zu gestalten. Unterstützt wird das durch das Covid19-Recovery-Programm NextGenerationEU in Höhe von 1,8 Billionen Euro, mit dem nicht nur die Wirtschaft wieder angekurbelt, sondern auch die Kreislaufwirtschaft gefördert werden soll. EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen appellierte in der Debatte über das Jahresbarometer zur Lage der Gemeinden und Regionen am 12. Oktober 2020:

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„Der Erfolg von NextGenerationEU wird von jedem einzelnen von Ihnen abhängen, von der Million lokaler Verwaltungsbeamter in Europa. Er wird von Ihrer Entschlossenheit abhängen, von Ihrer Fähigkeit, Ihr Gebiet als einen grüneren und gesünderen Ort neu zu erfinden.“ Nicht ohne Grund: In den Kommunen kann Nachhaltigkeit aktiv gelebt werden. Die Verwaltungen stehen in direktem Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern. Genau hier gilt es anzusetzen und Bewusstseins- und Verhaltensänderungen zu fördern und unterstützen. Der erste und wichtigste Schritt: Mit gutem Beispiel vorangehen. Denn jeder einzelne Mensch muss sich angesprochen fühlen und sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen, ob im privaten Bereich oder bei der Beschaffung am Arbeitsplatz

Altreifen-Recycling ist alternativlos

Jedes Jahr fallen allein in Deutschland 583.000 Tonnen Altreifen (End-of-Life-Tires, ELT) an. In Deutschland und Europa dürfen Reifen – zu Recht – nicht deponiert werden. Als Alternativen bleiben die Vermeidung von Altreifen, was zumindest mittelfristig kaum möglich sein wird, die Wiederverwendung, zum Beispiel in Form von Runderneuerung, die stoffliche und die thermische Verwertung. Die Wiederverwendung von Reifen ist unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kaum darstellbar.

Altreifen als Sekundärrohstoff

Um die Verbrennung und damit die Vernichtung wertvoller Rohstoffe zu vermeiden, setzen sich die Partner der Initiative NEW LIFE für die stoffliche Verwertung der Altreifen ein: Aus ELT-Granulat entsteht eine große Bandbreite langlebiger Produkte: Das vielseitige Material dient als Basis für Dämmmaterialien und Schallschutz, für Sport- und Spielplatzböden bis hin zum Additiv für Gummiasphalt. Produkte wie diese eignen sich hervorragend für (Tief-)Bauprojekte in Städten und Gemeinden. Mit dem Einsatz von Recycling-Produkten aus ELT können Kommunen mit gutem Beispiel vorangehen und offensiv zeigen, dass sie schon heute Nachhaltigkeit leben.

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