Nachhaltig konsumieren – Rohstoffe wiederverwenden

Achtsam handeln

Achtsam und mit Bedacht mit sich selbst und der Umwelt umgehen, nachhaltig konsumieren – das sind wichtige Werte unserer Zeit.

Nachhaltigkeit für die Zukunft

In Zeiten des Klimawandels nachhaltig konsumieren

Um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, ist es für alle Menschen, egal ob am Arbeitsplatz oder daheim, unabdingbar, achtsam zu handeln und – wo nötig – im Idealfall nachhaltig zu konsumieren. Schon 2008 legte die EU in ihrer Abfallhierarchie fest, wie Abfälle im Idealfall zu vermeiden sind bzw. wie mit Ihnen verfahren werden soll:

 

Abfallhierarchie der EU

Vermeidung meint dabei den Verzicht auf Produkte und damit die Vermeidung von späteren Abfällen. Für Reifen würde dies beispielsweise bedeuten, weniger Auto zu fahren.

Unter Vorbereitung zur Wiederverwertung versteht man die weitere Nutzung des bestehdenden Produkts, beim Reifen also die Runderneuerung und die weitere Nutzung als Reifen. Da Reifen ein hochkomplexes High-Tech-Produkt sind, ist das nur wenige Male möglich, so dass die dritte und vierte Möglichkeit in der Praxis die ökologisch und ökonomisch sinnvollen Wege sind, um die Deponierung zu vermeiden:

Unter der Nutzung von Recycling-Material versteht man, dass die Produkte stofflich verwertet, also in ihre Einzelteile zerlegt und dieses Material für neue Produkte – oft auch Produkte mit langer Haltbarkeit – genutzt werden. Bei Autoreifen gelingt das mit 90 % der Inhaltsstoffe: 75 % des Altreifens werden dank ausgeklügelter Maschinen- und Anlagentechnik in Gummigranulat und -pulver zerlegt, 15 % in Stahl. Beide hochwertigen Sekundärrohstoffe werden in neuen Produkten weiterverwendet. Lediglich 10 % eines Altreifens – der Textilanteil – wird für die energetische Verwertung genutzt:

Die energetische Verwertung meint die Verbrennung mit Energienutzen. Die Textilbestandteile von Reifen können in Industrieprozessen als Ersatz für fossile Brennstoffe wie Kohle dienen.

Entsorgung ist die letzte aller zu wählenden Optionen und meint die klassische Müllverbrennung bzw. Deponierung. Bei einem Altreifenberg von nahezu 600.0000 Tonnen pro Jahr ist das nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch aus wirtschaftlichen und logistischen Gründen keine Option.