Recycling von Altreifen ist alternativlos

GENAN Produkte

Initiative NEW LIFE setzt sich für die Kreislaufwirtschaft ein

Willich, 15.09.2020 Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben eine wichtige Aufgabe: Sie müssen Wege erarbeiten, mit begrenzten Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen. Die Initiative NEW LIFE setzt sich für die Kreislaufwirtschaft ein, ihr Spezialgebiet ist die Herstellung von Produkten aus End-of-Life-Tyres (ELT). In Deutschland und Europa dürfen Reifen – zu Recht – nicht deponiert werden. Als Alternativen bleiben die Vermeidung von Altreifen, was zumindest mittelfristig kaum möglich sein wird, die Wiederverwendung, zum Beispiel in Form von Runderneuerung, die stoffliche und die thermische Verwertung. Die Wiederverwendung von Reifen ist unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kaum darstellbar. Um die Verbrennung und damit die Vernichtung wertvoller Rohstoffe zu vermeiden, setzen sich die Partner der Initiative NEW LIFE für die stoffliche Verwertung der Altreifen ein: Aus ELT-Granulat entsteht eine große Bandbreite langlebiger Produkte, von Spielplatzböden über Vasen bis hin zu Dämmmaterialien.

Existenzgrundlage Recycling

Unsere Gesellschaft steht vor der großen Herausforderung, bei immer knapper werdenden Ressourcen einen Lebensstandard zu erhalten, der dem heutigen entspricht. Recycling ist grundsätzlich eine wichtige Existenzgrundlage für zukünftige Generationen und schafft viele Arbeitsplätze. Langfristig werden Kreislaufwirtschaftsprodukte nicht mehr die Ausnahme darstellen, sondern die Regel sein müssen. Jeder gewonnene oder importierte Rohstoff muss so lange wie möglich eingesetzt werden, denn Deutschland ist rohstoffarm, aber sekundärrohstoffreich. In diesem Kontext ist das Recyceln von Altreifen nahezu alternativlos.

Verbreitung von Recycling-Produkten

Die aktuelle Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes bildet eine gute Grundlage für eine stärkere Verbreitung von Recycling-Produkten. Allerdings sieht es ausschließlich vor, dass bei öffentlichen Ausschreibungen auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Ziel muss es sein, dass auch für private Bauprojekte der Einsatz nachhaltiger Materialien zur Pflicht wird. Recyklate sollten den Neuprodukten der baurechtlichen Zulassung gleichgestellt werden – oder im Idealfall sogar bevorzugt.

Gleichzeitig muss in der Gesellschaft ein grundsätzliches Bewusstsein für echte Nachhaltigkeit geschaffen werden, bis hin zur Handlungsveränderung. Jeder einzelne Mensch muss sich angesprochen fühlen und sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen, ob im privaten Bereich oder bei der Beschaffung am Arbeitsplatz. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass alle staatlichen ­Stellen ihre Verantwortung für die Kreislaufwirtschaft ernst nehmen, keine Regularien mehr aufgestellt werden, die die Fortentwicklung der Kreislaufwirtschaft behindern: Aktuell steht der Verbraucherschutz weit oben auf der Agenda der Politik, es gibt immer neue Auflagen in Bezug auf den Einsatz von Recycling-Produkten. Das geht zu Lasten der Industrie, gefährdet Arbeitsplätze und untergräbt letztlich fortschrittliche Kreislaufwirtschaft. Politik und Wirtschaft sollten hier gemeinsam den ­aktuellen Forschungsstand betrachten und Lösungen erarbeiten, die Nachhaltigkeit ermöglichen.

Über NEW LIFE:

Partner von NEW LIFE sind Conradi+Kaiser living industries, Estato Umweltservice, Genan, ­KRAIBURG Relastec, KURZ Karkassenhandel, Melos, MRH, PVP und REGUPOL BSW. Alleine in der Bundesrepublik fallen im Jahr rund 583.000 Tonnen Altreifen an, die einer neuen Verwertung zugeführt werden müssen. Die ­daraus gewonnenen Recycling-Produkte, insbesondere Gummigranulate und -mehl eigenen sich hervorragend für die ressourcenschonende Entwicklung innovativer Produkte in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern. Diese Partner-Unternehmen der Kampagne NEW LIFE haben es sich zum Ziel ­gesetzt, nachhaltige Produkte aus ELT zu fördern und Menschen dafür zu sensibilisieren, bewusst zu konsumieren.

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