Nachhaltige Transformation der Mobilität: Straßensanierung mit Recycling-Gummiasphalt

Nachhaltige Transformation der Mobilität: Straßensanierung mit Recycling-Gummiasphalt

Der Verkehrssektor in Deutschland hat auch 2023 seine Klimaziele klar verfehlt. Mit 145 Millionen Tonnen CO2-Emissionen wurde das im Klimaschutzgesetz festgelegte Sektorenziel um 12 Millionen Tonnen überschritten. Die klimagerechte Sanierung des Straßennetzes mit Recycling-Gummiasphalt kann einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Emissionen und zur nachhaltigen Transformation der Mobilität leisten. Stephan Rau, technischer Geschäftsführer des NEW LIFE-Schirmherren wdk, hält am 20. März 2024 einen Fachvortrag dazu auf der Tire Tech Expo 2024 in Hannover: Nachhaltige Optimierung der Straßenqualität Europas mit Recycling-Gummiasphalt.

Etwa 95% aller Fahrbahndecken in Deutschland bestehen aus Asphalt. Dieser besteht zu etwa 95% aus Gesteins- und Sandmischungen und zu 5% aus Bindemitteln (Bitumen). Bitumen ist eine schwarze, schwerflüchtige Substanz, die aus Erdöl gewonnen wird. Bitumen ist bei hohen Temperaturen flüssig, beim Erkalten aber schnell fest, was die Verarbeitung erleichtert, aber bei extremen Witterungsverhältnissen zu Problem führt.

Um witterungsbedingte Schäden im Asphalt zu reduzieren, wird das Bitumen für den Straßenbau zunehmend durch Neupolymere modifiziert. Dazu kam bis vor kurzem vor allem das synthetische Elastomer SBS zum Einsatz. Die ökologisch wie ökonomisch überlegene Alternative ist die Modifizierung des Bitumens für den Straßenbau mit feinem Gummimehl aus recycelten Altreifen.

Nachhaltige Transformation der Mobilität: Straßensanierung mit Recycling-Gummiasphalt 1

Das hochwertige, sortenreine Gummi von Altreifen wird umweltgerecht so lange geschreddert und zerkleinert, bis die gewünschte Korngröße erreicht ist. Werden dem Bindemittel Bitumen fünf bis zehn Prozent des Recycling-Gummimehls aus Altreifen beigemischt, verbessert das die Straßenqualität in vielerlei Hinsicht. Recycling-Gummimehl aus Altreifen für die Bitumenmodifizierung im Straßenbau haftet hervorragend am Gestein und ist mühelos, ohne störende Verklebungen oder Verklumpungen aufzubringen.

Das beigemischte Gummimehl verhindert witterungsbedingte Rissbildungen, Fugen oder Spurrillen in der Fahrbahn, was die Lebensdauer von Straßen und Autobahnen signifikant erhöht, den Wartungsaufwand minimiert und Baustellen oder Staus vermeidet. Das zahlt sich natürlich auch gesamtwirtschaftlich aus.

Die umweltgerechte Verwertung von Altreifengummi zu Gummimehl für die Modifizierung von Straßenbau-Bitumen hat zahlreiche positive ökologische Effekte. Es werden wertvolle Rohstoffe im Kreislauf gehalten. Das trägt zur Vermeidung von Abfällen und zur Schonung der natürlichen Ressourcen (vor allem Kautschuk) bei. Zudem spart jede Tonnen Altreifen, die umweltgerecht verwertet, und nicht verbrannt wird, rund 700 kg CO2-Emissionen.

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