Spielen bis zum Umfallen

Sichere Spielplätze für kleine Rabauken

Schaukeln, rutschen, toben und klettern – auf Spielplätzen geht es hoch her. Wer Spielplätze plant, muss viele Aspekte beachten: Gibt es ein spezielles Thema, an das der Spielplatz angepasst
sein soll, zum Beispiel Bauernhof oder Schifffahrtsmuseum? Wie soll sich der Spielplatz in die Umgebung einpassen? Ist ein bestimmtes Farbkonzept zu verfolgen? Wie viel Platz steht überhaupt zur Verfügung? Handelt es sich um einen klassischen Spielplatz im Freien oder um eine moderne Indoor-Area wie beispielsweise in Shopping-Malls oder Flughäfen? Ganz wichtig: Wie alt sind die Kinder, die auf diesem Spielplatz spielen sollen und welche Anforderungen haben sie an Spielgeräte? – Vollständig ist diese Aufzählung sicher nicht, aber sie gibt ein Gefühl dafür, was alles zu beachten ist. Jede Entscheidung hat Einfluss auf weitere. Eine ganz wichtige ist die Art und Höhe der Spielgeräte, denn sie entscheiden über die zu treffenden Fallschutzmaßnahmen. Ab einer Fallhöhe von 60 cm sind spezielle Fallschutzbeläge vorgeschrieben, um insbesondere Kopfverletzungen mit dauerhaften Schäden vorzubeugen.

Streumaterialien und Fallschutzplatten im Vergleich

Klassische Streumaterialien eignen sich für unterschiedliche Fallhöhen. So werden für Fallhöhen bis zu einem Meter in der Regel Erde, Lehm und Kies eingesetzt, für solche bis anderthalb
Metern Rasenflächen und für solche bis zu drei Metern Fallschutzsand, Rindenmulch oder Hackschnitzel. Nachteil der Streumaterialien: Sie werden mit der Zeit „weggespielt“, so dass gerade da, wo der Fallschutz dringend nötig ist, oft nur noch eine dünne Schicht übrig bleibt. Zudem bilden sich häufig Pfützen und Verunreinigungen wie Glassplitter oder Hundekot vermengen sich mit dem Untergrund. Auch Rasenflächen unter Spielgeräten wie Schaukeln geraten schnell in Mitleidenschaft und werden mit der Zeit unansehnlich.

Eine echte Alternative sind Fallschutzplatten und -böden aus Recyclingmaterial. Sie bestehen in der Regel aus Gummifasern beziehungsweise -granulat und einem Bindemittel wie Polyurethan. Die Platten kommen in verschiedenen Farben und Formen daher. So können neben quadratischen Platten auch Puzzlemodule oder Fallschutzelemente in Pflastersteinoptik  zum Einsatz kommen. Mit Buchstabenplatten kann beispielsweise der Name des Kindergartens auf dem Boden verewigt, mit Zahlenplatten ein Hüpfekästchen dauerhaft in den Spielboden integriert und mit wieder anderen Texturen natürliche Oberflächen wie Moos oder Mulch simuliert werden – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Je nach Anforderung können unterschiedlich dicke Platten gewählt werden. Für Fallhöhen bis zu einem Meter reichen bereits Platten von 30 Millimetern Dicke aus. Je nach Anforderung können stärkere Platten gewählt werden, bei drei Metern Fallhöhe kommen beispielsweise Platten bis zu 70 Millimetern Dicke mit einem speziellen weichen Untergrund zum Einsatz.

Die Vorteile der Fallschutzplatten: Sie bieten dauerhaft einen gleichmäßigen Fallschutz, schonen beim Spielen und Toben die Gelenke, sind sicherheitstechnisch überprüft, strapazierfähig, langlebig und witterungsbeständig. Bei Nässe verringert die raue Oberflächenbeschaffenheit sogar die Rutschgefahr. Regenwasser wird außerdem besonders schnell durch die wasserdurchlässigen Platten abgeleitet und über Drainagerillen in den Boden geleitet. Ein weiterer Vorteil: Sie wirken schalldämpfend und können beispielsweise Ballgeräusche reduzieren.

Die Verantwortlichen für die Spielflächen profitieren zusätzlich von weiteren Vorteilen, denn die Platten sind einfach zu verlegen und zu pflegen und vor allem langfristig wirtschaftlich. Fallschutzplatten sind vergleichsweise leicht zu verlegen: Über dem natürlichen Untergrund muss lediglich ein frostsicherer Unterbau mit guter Drainagefähigkeit angelegt werden. In der Regel besteht dieser aus 30 cm Schotter und 5 cm Split, die tragfest verdichtet werden. Auf diesen Untergrund können die Platten mit Steckdübeln  verlegt und gegebenenfalls verklebt werden. Aussparungen für Spielgeräte können mit einem Teppichmesser vorgenommen werden. Eine Einfassung – auch barrierefrei ohne Stolperkanten erhältlich – rundet die Spielfläche ab. Verunreinigungen auf der Oberfläche sind sichtbar und können schnell entfernt werden – regelmäßiges Fegen mit einem Besen ist in der Regel ausreichend, jährlich empfiehlt sich eine Hochdruckreinigung. Die Investitionskosten für Fallschutzplatten sind höher als die für Fallschutzvorrichtungen aus natürlichen Streumaterialien. Langfristig rechnet sich die Installation
von Fallschutzplatten aber: Weil sie wartungsärmer und beständiger sind, sind sie langfristig deutlich günstiger als Streubeläge.

Beispiel: Nach etwa vier Jahren ist der anfängliche Kostenvorteil von Sand aufgebraucht, über einen Zeitraum von zehn Jahren betrachtet sind die Kosten für eine Fläche aus Sand sogar doppelt so hoch wie für eine Fläche mit Fallschutzplatten.

Nachhaltig und gesundheitlich unbedenklich

Besonders wichtig gerade im Einsatz als Spieluntergrund für Kinder: Die Platten, die zu einem hohem Anteil aus Altreifen bestehen, sind bedenkenlos einsetzbar: Die Hersteller, die sich unter dem Dach von NEW LIFE zusammgenschlossen haben, lassen ihre Produkte regelmäßig auf den Austritt von Schwermetallen, PAK und Arsen prüfen. Zwar sind potenziell bedenkliche Stoffe in den Platten enthalten, doch sie sind in den Produkten gebunden, so dass weder Kinder noch Umwelt mit diesen Stoffen in Kontakt kommen. Im Gegensatz zu Streumaterialien gibt es nahezu keinen Verschleiß, die Produkte gewähren dauerhaften Fallschutz.

Übrigens: Ist der Fallschutzuntergrund am Ende seiner Lebenszeit angekommen, kann das Material erneut recycelt und zum Beispiel auf einem anderen Spielplatz zum Einsatz kommen!

Rasengitterplatten erfolgreich im Einsatz

Dirk Kürten arbeitet im Spielflächenmanagement der Technischen Betriebe Remscheid. Zu seinen Aufgaben zählt die Kontrolle und Wartung der Spielgeräte und Böden auf über 100
städtischen Spielplätzen. Das Team der Technischen Betriebe Remscheid setzt beim Fallschutz auf unterschiedliche Materialien, speziell unter Schaukeln kommen seit etwa zehn Jahren Rasengitterplatten zum Einsatz. „Ursprünglich haben wir bei einer Fallhöhe bis anderthalb Metern Rasen eingesetzt, der wird aber gerade unter Schaukeln und Federwipptieren besonders
schnell abgelaufen. Genau an diesen Stellen arbeiten wir jetzt mit den Rasengitterplatten, weil der Fallschutz vergleichbar ist und die Fläche optisch ansprechend bleibt“, erklärt Kürten.
Wie in allen Kommunen spielt auch in Remscheid die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle: „Die Lösung ist gut und wie unsere Ausschreibungen gezeigt haben, ist auch das  Preis-/Leistungsverhältnis unschlagbar“, ergänzt Kürten. Dass es sich um Recycling-Produkte handelt, ist ein weiterer Pluspunkt, außerdem lassen sich die Rasengitterplatten auch optimal für die
Hangbefestigung hinter Hangrutschen einsetzen.

Garantiert ohne Ecken und Kanten

Spielplatzdesigner können ganze Spielwelten mit Produkten aus Recycling-Granulat erschaffen. Die Kombination der Böden mit weiteren Elementen aus Gummi und klassischen Spielgeräten aus Holz oder Metall sorgen für eine ansprechende Optik. Die Recycling-Produkte kommen immer da zum Einsatz, wo sie ihre Vorteile gegenüber klassischen Lösungen auspielen:  Verbundpflaster aus ELT schont die Gelenke und wirkt schalldämmend, Sandkasteneinfassungen aus Gummi bergen weniger Verletzungsgefahr als solche aus Beton, Trampoline können in den
Boden eingelassen und mit Begrenzungen aus weichem Gummigranulat versehen werden. Antistolperkanten sorgen dafür, dass Kinder die Spielflächen gefahrlos betreten und verlassen können. Poller zum Sitzen, Balancieren oder Hüpfen runden den Spielplatz ab. Oder wie wäre es mit einer bunten Tierfamilie aus Recycling-Material? Die „Living Animals“ aus der EUROFLEX® Produktfamilie von KRAIBURG Relastec eignen sich als Sitzgelegenheiten für den Innen- und Außenbereich. Der Schwanz von Elefant, Nashorn oder Dromedar ist eine Kurbel – beim Drehen dieser wird Energie erzeugt und eine Audiodatei abgespielt. Neben auf dem Stick vorinstallierten Dateien können auch eigene MP3-Dateien gespeichert und damit individuell an den Spielplatz
und die Umgebung angepasst werden. Die Musik ertönt rein durch Muskelkraft, eine elektrische Stromversorgung ist nicht nötig und die Spielgeräte sind damit wartungsfreundlich.

Fontänen ohne Matschepampe

Gerade im heißen Sommer ist ein Brunnen auf Spielplätzen eine willkommene Abwechslung. Meist wird die Erfahrung mit dem kühlen Nass direkt aber auch zur Matsch-Aktion…
Vermischt sich das Wasser einmal mit Sand, haben es Eltern schwer, die Kids wieder fit für den Heimweg zu machen. Fallschutzböden aus Gummigranulat können auch hier optimal
eingesetzt werden: Durch ihre raue Oberfläche wird die Rutschgefahr vermindert, das Wasser versickert im Boden und die Kinder können den spritzigen Spaß voll auskosten.

Eintauchen in eine andere Welt

Indoor-Spielplätze werden mit Recycling-Böden und einer Beschichtung zu einem besonderen Eyecatcher: durch individuelle Gestaltungsmöglichkeiten z. B. bei den Fallschutzböden REGUPOL playfix oder durch individuelle Bedruckung von KRAIBURG Relastec verwandeln sich die praktischen Böden in schicke Gestaltungselemente. Mit dem EUROFLEX® Visual System von KRAIBURG wird die Shopping-Mall zum Delphinarium oder der Flughafen zu einer Berglandschaft.

Der Clou: Nicht nur Böden, auch Wände können verkleidet werden, so dass in einem Raum ganz neue Welten erschaffen werden können – ob als Spielplatz oder Oase der Ruhe.

Übrigens: Fallschutz-Produkte aus Recycling-Material sind auch international sehr beliebt. So hat Milton Technologies in den vergangenen 15 Jahren erfolgreich Projekte in China, Hongkong und Macau umgesetzt, darunter auch Spielplätze der Internationalen Schule Shanghai und von Mc Donald’s China ausgestattet.

Monnie Hung, Generaldirektor von Milton Technologies Ltd., ist überzeugt von den Produkten:
„Das Vertrauen in die Qualität der Produkte von KRAIBURG Relastec spiegelt sich in der Tatsache wider, dass wir eine sehr hohe Kundenbindungsrate haben. Die meisten unserer Kunden
kommen zu uns zurück, wenn sie einen spezifischen Bedarf an bestimmten Gummibodenbelagslösungen haben.“

Übrigens: Hersteller von ELT-Produkten rund um den Spielplatz finden Sie unter: Spielplatzzubehör; Fallschutz

 

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