Kreislaufwirtschaft ist ein Wachstumsmotor für den Industriestandort Deutschland

Kreislaufwirtschaft ist ein Wachstumsmotor

Die Kreislaufwirtschaft entwickelt sich zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für den Industriestandort Deutschland. Eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) kommt zu dem Ergebnis, dass zirkuläre Geschäftsmodelle die industrielle Wertschöpfung in Deutschland bis 2045 massiv steigern können. Demnach könnte sich die zirkuläre Bruttowertschöpfung von heute rund 60 Milliarden Euro auf bis zu 125 Milliarden Euro pro Jahr mehr als verdoppeln. Kumuliert ergibt sich daraus ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von bis zu 880 Milliarden Euro.

Die Studie macht deutlich: Kreislaufwirtschaft stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Versorgungssicherheit, die Resilienz von Lieferketten und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Besonders im Fokus stehen dabei Recycling, Wiederverwendung und die Verlängerung von Produktlebenszyklen.

AZuR Reifen-Kreislaufwirtschaft als praktisches Erfolgsmodell

Ein funktionierendes Beispiel für gelebte Circular Economy liefert bereits heute die Reifen-Kreislaufwirtschaft. Allein in Deutschland fallen jährlich rund 50 Millionen Altreifen an. Viele davon könnten durch fachgerechte Reparatur, Nachprofilierung und Runderneuerung deutlich länger genutzt werden, bevor sie anschließend durch mechanische Verwertung im Wertstoffkreislauf gehalten werden.

Die Allianz Zukunft Reifen (AZuR), der auch NEW LIFE angehört, engagiert sich europaweit dafür, möglichst 100 Prozent der Reifen und ihrer Rohstoffe im Kreislauf zu halten. Das Ziel: Abfälle vermeiden, CO₂-Emissionen senken, natürliche Ressourcen schonen und wertvolle Sekundärrohstoffe für die Industrie sichern.

Wie groß das Potenzial ist, zeigen aktuelle Zahlen: Bereits heute werden in Deutschland rund die Hälfte der jährlich anfallenden Altreifen im Kreislauf gehalten. Gleichzeitig entstehen durch die Reifen-Kreislaufwirtschaft erhebliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile – von der Einsparung fossiler Rohstoffe bis hin zur Reduktion von Importabhängigkeiten.
Ressourcenschonung und Klimaschutz durch längere Nutzung. Nicht mehr runderneuerbare Reifen können mechanisch zu Stahldraht, Textilgewebe und vor allem Gummigranulat verwertet werden. So entstehen wertvolle Sekundärrohstoffe für Industrie, Bauwirtschaft und neue Reifenprodukte.

Reifen-/Recyclingbranche kann eine zirkuläre Schlüsselrolle übernehmen

Die Ergebnisse der BCG-/BDI-Studie bestätigen damit auch den Ansatz von NEW LIFE und AZuR: Eine funktionierende Circular Economy entsteht durch die Vernetzung von Industrie, Mittelstand, Wissenschaft, Recyclingwirtschaft und innovativen Technologien. Die aktuellen Studienergebnisse zeigen deutlich: Kreislaufwirtschaft ist längst nicht mehr nur Umweltpolitik, sondern ein entscheidender Wachstumsmotor für die Zukunft des Industriestandorts Deutschland. Die Reifen-/Recyclingbranche kann dabei eine Schlüsselrolle übernehmen.

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