Klimafreundliche Gärten und öffentliche Grünflächen

Grünflächen, Parks und Bäume sind mehr als nur schöne Orte zum Verweilen – sie sind das „grüne Herz“ einer Kommune. Sie verbessern das Mikroklima, spenden Schatten, speichern Wasser, filtern Schadstoffe und bieten Raum für Erholung, Begegnung und Biodiversität. Für Städte und Gemeinden bedeutet das: Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger sichern und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Doch viele Grünanlagen sind in die Jahre gekommen, pflegeintensiv oder nicht klimafit. Die Herausforderung lautet daher: nachhaltige Sanierung und Aufwertung. Durch den Einsatz von Recyclingmaterialien – etwa für Wege, Spiel- und Sportflächen – lassen sich ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte verbinden. So entstehen grüne Orte, die auch zukünftigen Generationen ein gesundes Umfeld bieten.

Nachhaltiges kommunales Handeln für klimagerechtes Stadtgrün bedeutet:

  • Förderung von naturnahen, klimaresilienten Grünanlagen mit hoher Biodiversität
  • Nutzung nachhaltiger Materialien wie Rasengitterplatten oder Pflastersteine aus Recyclingmaterial
  • Integration von Grünflächen in Stadtplanung für bessere Luftqualität und Temperaturminderung
  • Einbindung der Bevölkerung in Planung und Pflege grüner Räume
  • Berücksichtigung von Barrierefreiheit und multifunktionaler Nutzung von Grünflächen

Film ab: Ideen für die lebenswerte Stadt der Zukunft: Klimagerechte Grünflächengestaltung.

Verwaltungsfachangestellte spielen eine Schlüsselrolle in der Planung und Umsetzung nachhaltiger Grünprojekte. Sie koordinieren zwischen Fachämtern, externen Dienstleistern und der Öffentlichkeit, überwachen Fördermittel und stellen sicher, dass ökologische und soziale Kriterien eingehalten werden. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass Stadtgrün nicht nur schön, sondern auch klimaresistent, nutzerfreundlich und zukunftsfähig gestaltet wird.

Lernziele dieser Lektion:

  • Die Bedeutung klimafreundlicher Grünanlagen für das kommunale Klima und die Lebensqualität
  • Nachhaltige Materialien und innovative Begrünungslösungen
  • Anforderungen an Planung und Pflege von öffentlichen und privaten Grünflächen
  • Nutzung von Recyclingprodukten im Garten- und Landschaftsbau
  • Bürger*innen in nachhaltige Grünprojekte einbinden

Checkliste: Grünflächenplanung in unserer Kommune

Grünflächen in Städten und Gemeinden sind mehr als nur schön anzusehen – sie verbessern das Mikroklima, bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, speichern Wasser und wirken der Überhitzung im Sommer entgegen. Doch nicht jede Grünfläche ist automatisch nachhaltig oder klimafreundlich.

Lernziel: Sie lernen zentrale Kriterien einer nachhaltigen, klimafreundlichen und zukunftsorientierten Grünflächenplanung kennen. Sie können die aktuelle Situation in ihrer Kommune einschätzen und Verbesserungspotenziale erkennen.

Mit einer Checkliste können Sie überprüfen, wie gut Ihre Kommune in Sachen klimagerechte Garten- und Grünflächenplanung aufgestellt ist.

Aufgabe: Gehen Sie in Ihrer Kommune auf Entdeckungstour: Schauen Sie sich Parks, öffentliche Plätze, Straßenbegrünungen und andere Grünflächen genau an. Prüfen Sie anhand der Checkliste, ob relevante Kriterien nachhaltiger Grünflächenplanung in Ihrer Kommune umgesetzt werden. Tragen Sie für jede Frage „Ja“, „Teilweise“ oder „Nein“ ein. Fügen Sie in der rechten Spalte Beispiele oder Verbesserungsideen hinzu.

Erstellen Sie am Ende eine kurze Auswertung (ca. 100–150 Wörter) mit Ihren wichtigsten Beobachtungen und Verbesserungsvorschlägen.

Tipp: Wenn Sie möchten, können Sie Fotos machen, um Ihre Beobachtungen zu dokumentieren und später in einer Präsentation zu verwenden.

Praxis-Workshop: Rasengitterplatten

Lektion 7: Nachhaltiges Stadtgrün 3
Schauen Sie sich zur Einführung ein Video zur Verlegung von nachhaltigen Rasengitterplatten aus Reifen-Gummigranulat an.

Rasengitterplatten – auch Rasenwaben oder Rasengittersteine – sind clevere Bauelemente, um Flächen zu befestigen, ohne sie komplett zu versiegeln. Sie bieten Stabilität, lassen Wasser versickern, verhindern Bodenerosion und ermöglichen eine natürliche Begrünung. Eine besondere Variante sind Rasengitterplatten aus Recycling-Reifen-Gummigranulat mit integriertem Fallschutz – diese verbinden ökologische Vorteile mit zusätzlicher Sicherheit.

Aufgabe: Beantworten Sie (allein oder im Teamwork) folgende Fragen:

  1. Wo können Rasengitterplatten in Ihrer Kommune eingesetzt werden? 
  2. Was sind die Vorteile von Rasengitterplatten aus Reifen-Gummigranulat mit Fallschutz
  3. Vergleichen Sie Rasengitterplatten aus Beton, Kunststoff und Reifen-Gummigranulat in Bezug auf Umweltfreundlichkeit, Sicherheit, Lebensdauer, Gestaltungsmöglichkeiten.
  4. Welche Variante würden Sie Ihrer Kommune empfehlen? (mindestens 80 Wörter)

Typische Einsatzbereiche von Rasengitterplatten:

  • Parkplätze und Zufahrten: stabil, wasserdurchlässig
  • Wege & Terrassen: Natürliche Optik, keine vollständige Versiegelung
  • Böschungen & Hänge: Erosionsschutz, Begrünung möglich
  • Spiel- und Sportanlagen: Fallschutz bei Stürzen, optisch ansprechend
Lektion 7: Nachhaltiges Stadtgrün 4

Transferaufgabe – Der grüne Stadtplan

Lektion 7: Nachhaltiges Stadtgrün 5

Szenario: Sie sind Teil des Teams für Stadtplanung in Ihrer Kommune. Die Stadt möchte eine große, versiegelte Fläche in ein „grünes Stadtquartier“ umwandeln – mit Bäumen, Wegen, Spielflächen, Sitzgelegenheiten und nachhaltiger Bepflanzung. Ihre Aufgabe ist es, ein Konzept für eine nachhaltige Grünfläche mit klimafreundlicher Pflasterung zu entwerfen.

Ihr Auftrag: Entwickeln Sie einen nachhaltigen Plan. Zeichnen Sie (per Hand oder digital) einen einfachen Lageplan für eine nachhaltige, klimafitte Grünfläche. Ihr Plan soll enthalten:

  • Wege mit nachhaltiger Pflasterung
  • Sitz- und Aufenthaltsflächen
  • Baumbestand und Pflanzen (z. B. klimaresistente Arten)
  • mind. eine Fläche aus Recyclingmaterial (z. B. Fallschutzboden aus Gummigranulat)


Bezug zur Verwaltung:

Welche Abteilungen Ihrer Kommune wären an der Umsetzung beteiligt?

Welche Aufgaben hätten Sie als Verwaltungsfachangestellte*r in diesem Projekt?

Überprüfen Sie Ihr Konzept anhand folgender Kriterien:

  • Ökologie: Wird Regenwasser versickert? Wird Hitze reduziert?
  • Soziales: Gibt es barrierefreie Zugänge und Aufenthaltsqualität?
  • Ökonomie: Sind die Materialien langlebig und wartungsarm?


Diskutieren
Sie anschließend in der Klasse:

  • Was macht eine Grünfläche nachhaltig?
  • Welche Rolle spielt die Wahl der Materialien?
  • Wie kann Verwaltung die Bürger*innen beteiligen?

Praxis-Workshop: Plätze und Wege nachhaltig pflastern

Szenario: Sie arbeiten im Bauamt Ihrer Kommune. Der zentrale Platz vor dem Rathaus soll neu gestaltet werden. Dabei sollen ökologische Kriterien besonders berücksichtigt werden: gute Versickerung von Regenwasser, langlebige Materialien und möglichst positive CO₂-Bilanz. Sie erhältst den Auftrag, verschiedene Pflasterarten zu vergleichen und eine Empfehlung vorzubereiten.

Aufgabe: Informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile der folgenden Pflasterarten:

  • Betonpflaster
  • Natursteinpflaster
  • Rasengittersteine
  • Ökopflaster (versickerungsfähig)
  • Pflaster aus Recyclingmaterial (z. B. Gummigranulat)


Bewerten Sie in einer Tabelle folgende Kriterien: 

  • Ökologische Nachhaltigkeit (z. B. Rohstoffverbrauch, Recyclingfähigkeit)
  • Haltbarkeit und Pflegeaufwand
  • Verlegung und Flexibilität
  • Optische Gestaltungsmöglichkeiten
  • Funktionale Eigenschaften (z. B. Trittsicherheit, Schalldämmung, Frostbeständigkeit)
  • Kosten und Wirtschaftlichkeit


Diskutieren Sie, welche Pflasterart sich am besten für unterschiedliche kommunale Bereiche eignet, z. B. Fußwege, Parkplätze, Spielplätze oder Terrassen. Begründen Sie Ihre Empfehlungen anhand der Tabelle.

Lektion 7: Nachhaltiges Stadtgrün 6
Schauen Sie sich zur Einführung ein Video zur Verlegung von nachhaltigen Design-Pflastersteinen aus Reifen-Gummigranulat an.

Reflexion und Diskussion: Warum sind nachhaltige Pflasterlösungen, zum Beispiel aus Recycling-Gummigranulat, besonders für die Kommunen interessant? Welche Herausforderungen könnten bei der Verlegung und Pflege auftreten? Wie können Kommunen durch bewusste Materialwahl zum Klimaschutz beitragen?

Quiz: Nachhaltiges Stadtgrün

In einem Quiz können Sie Ihr Wissen über die Vorteile und Möglichkeiten der nachhaltigen Stadtbegrünung noch einmal spielerisch überprüfen. Wir haben dazu zehn Fragen vorbereitet. Von den jeweils vier Antwortalternativen können mehrere richtig sein.

Aufgabe: Wählen Sie zu jeder der zehn Fragen die aus Ihrer Sicht richtige(n) Antwort(en) aus. Das Quiz kann einzeln oder auch in Gruppen gelöst werden. Wer ist der Stadtgrün-Champion?

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Teilnahmeurkunde für Schüler und Auszubildende

Zur Dokumentation der erfolgreichen Teilnahme an den acht Lektionen können Sie Schülern und Auszubildenden eine Teilnahmeurkunde ausstellen. Die kostenlose Vorlage für die Urkunde können Sie hier unverbindlich anfordern.

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Gratis-Musterpaket mit unterrichtsbegleitendem Lehrmaterial

Zur besseren Vermittlung der Lektionsinhalte im Unterricht können Sie kostenlos und unverbindlich ein Musterpaket mit Materialproben, Infobroschüren und Demoprodukten anfordern.

Das Paket beinhaltet Proben von farbigem Gummigranulat, Muster hochwertiger Recyclingprodukte aus Reifen-Gummigranulat und eine Muster-Box mit Proben nachhaltiger Bodenbeläge fürs Dach.

Hiermit fordere ich unverbindlich ein kostenloses
NEW LIFE-Schulpaket für den Unterricht an.

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