Kreislaufwirtschaft: Runde Sache für Kommunen

Die Menge an Müll in unseren Städten wächst – gleichzeitig werden Rohstoffe weltweit knapper. Genau hier setzt die Kreislaufwirtschaft an: Produkte sollen möglichst lange genutzt, wiederverwendet, repariert oder recycelt werden. Das Ziel: Abfall vermeiden, Ressourcen schonen und die Umwelt schützen. Kommunen spielen in diesem System eine Schlüsselrolle. Sie organisieren die Abfallentsorgung, fördern Recycling-Initiativen und entscheiden mit, welche Produkte und Materialien angeschafft werden – idealerweise solche, die besonders langlebig oder recycelbar sind. 

Wenn eine Kommune zum Beispiel für ihre Schulen neue Bodenbeläge bestellt, kann sie sich bewusst für Recyclingprodukte entscheiden – z. B. aus Reifen-Gummigranulat. Auch bei Bauprojekten oder Spielplatzsanierungen kann sie auf solche Materialien zurückgreifen. Gleichzeitig beeinflussen kommunale Kampagnen und Regelungen das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger – etwa durch Aufklärung zur Mülltrennung oder Sammelaktionen für Elektrogeräte.

Zirkuläres Wirtschaften auf kommunaler Ebene bedeutet:

  • Gesetzliche Vorgaben wie das Kreislaufwirtschaftsgesetz anwenden
  • Abfälle vermeiden – etwa durch langlebige Produkte oder Mehrwegsysteme
  • Recycling und Wiederverwendung fördern – vom Papier bis zum Baustoff
  • Nachhaltige Beschaffung umsetzen – und ökologische Kriterien bei Ausschreibungen beachten
  • Eine neue Sicht auf Ressourcen entwickeln – aus Alt wird Neu

Ein kurzer Erklärfilm des Circular Valley stellt euch die Kreislaufwirtschaft vor.

Verwaltungsfachangestellte sind direkt an der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Städten und Gemeinden beteiligt: Sie prüfen Angebote, begleiten Beschaffungsprozesse und informieren Bürgerinnen über Regeln zur Abfalltrennung. Ihr Handeln macht den Unterschied – für eine ressourcenschonende Kommune mit Zukunft. Kreislaufwirtschaft bedeutet: Produkte, Materialien und Rohstoffe möglichst lange zu nutzen und wiederzuverwerten, statt sie wegzuwerfen. Verwaltungsfachangestellte können dabei aktiv mithelfen – z. B. durch die Förderung nachhaltiger Beschaffung oder die Mitwirkung an Informationskampagnen.

Lernziele dieser Lektion:

  • Verstehen, was Kreislaufwirtschaft bedeutet und warum sie für Kommunen wichtig ist
  • Das Kreislaufwirtschaftsgesetz und die Abfallhierarchie kennenlernen
  • Die Rolle von Verwaltungsfachangestellten bei Beschaffung, Recycling und Abfallmanagement verstehen
  • Beispiele für gelungene Kreislaufwirtschaft in Kommunen (z.B. Altreifenentsorgung und Altreifenverwertung erkennen und bewerten)

Von der Tonne zum Rohstoff: Kreislaufwirtschaft verstehen

kommunale-kreislaufwirtschaft

Lernziel: Grundlegende Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und die Rolle von Kommunen verstehen.

Kommunale Kreislaufwirtschaft konkret – Checkliste für mehr Zirkularität

Wir haben eine Checkliste mit typischen Handlungsfeldern kommunaler Verwaltung vorbereitet. Ziel ist es, zu erkennen, in welchen Bereichen Maßnahmen zur Förderung der kommunalen Kreislaufwirtschaft möglich sind.

Gruppenaufgabe: Diskutieren und bewerten Sie gemeinsam, welche Punkte in Ihrer Kommune/Ausbildungsstelle bereits umgesetzt sind. Anschließend markieren Sie drei besonders wirkungsvolle Maßnahmen und formulieren dazu Umsetzungsvorschläge oder Unterstützungsbedarfe. Die Ergebnisse werden in einer kurzen Präsentation der Klasse vorgestellt.

SDG-Safari: Welche Maßnahmen unterstützen welche Ziele?

Lektion 2: Kommunale Kreislaufwirtschaft 1

Lernziel: Verbindung zwischen kommunalen Maßnahmen und SDG-Zielen verstehen. Wir haben Steckbriefe der drei wichtigsten SDGs für Kommunen vorbereitet:

Steckbrief SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden
Ressourcenschonende und klimaresiliente Städte schaffen. Beispiele: Begrünte Dächer mit Bautenschutz aus Recyclingmaterial, Bürgerbeteiligung bei Abfallkonzepten.

Steckbrief SDG 12 – Nachhaltiger Konsum und Produktion
Ressourcenschonung, weniger Abfall, nachhaltige Lieferketten. Beispiele: Recyclingpapier im Rathaus, Wiederverwendung von Möbeln.

Steckbrief SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz
Treibhausgasemissionen senken, Klimarisiken minimieren. Beispiele: Einsatz von Recyclingbaustoffen (z. B. Gummigranulat), Verwertung von Altreifen.

Aufgabe: Ordnet (allein oder im Teamwork) kommunale Maßnahmen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft den passenden SDG-Zielen zuordnet (Mehrfachzuordnung möglich). Diskutiert danach:

  • Welches SDG spricht mich am meisten an – und warum?
  • Welche Rolle können wir bei der Umsetzung spielen?

Reflexion: Mein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

Checkliste Kreislaufwirtschaft

Lernziel: Mögliche eigene Beiträge zur Kreislaufwirtschaft im Ausbildungsalltag reflektieren und bewerten.

Aufgabe: Erstellen Sie (einzeln oder in Kleingruppen) eine Liste mit 5 bis 7 konkreten Maßnahmen, mit denen Sie in Schule, Ausbildung oder im privaten Alltag Abfall vermeiden und/oder Ressourcen schonen können. Überlegen Sie bei jeder Maßnahme:

  • Wie leicht oder schwer fällt mir das?
  • Was brauche ich, um es umzusetzen?
  • Wo sehe ich Vorbilder oder Mitmacher*innen


Gruppendiskussion
: Vergleichen Sie Ihre Listen. Welche Maßnahmen haben Sie gemeinsam? Was fällt Ihnen leicht umzusetzen – und warum? Welche Herausforderungen gibt es bei bestimmten Maßnahmen? Am Ende halten Sie gemeinsamen die Maßnahmen fest, die Sie in Ihrer Kommune oder Ausbildungsstelle umsetzen können.

Lernspiel: Stationen der Reifen-Kreislaufwirtschaft

Lernspiel Reifen-Kreislaufwirtschaft

Lernziele: Verstehen, wie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft am Beispiel von Reifen funktioniert. Sehen Sie sich zur Einstimmung einen kurzen Film an: Reifenrecycling als Erfolgsmodell des zirkulären Wirtschaftens

Inhalt: Die Reifen-/Recyclingbranche zeigt, wie zirkuläres Wirtschaften funktioniert: Nachhaltige, runderneuerungsfähige Neureifen werden durch Reparatur, Nachprofilieren und Runderneuerung möglichst lange auf der Straße gehalten und anschließend der klimagerechten mechanischen oder stofflichen Verwertung zugeführt, um wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten. Fast 60 Prozent der in Deutschland anfallenden Altreifen (über 500.000 Tonnen im Jahr) werden im Kreislauf gehalten. 

Aufgabe: Bringen Sie die Stationen der Reifen-Kreislaufwirtschaft in die richtige Reihenfolge. Überlegen Sie, welche Maßnahmen kommunal umgesetzt werden können.

Quiz: Kreislaufwirtschaft in Zahlen

In einem Quiz können Sie ihr Wissen über die kommunale Kreislaufwirtschaft noch einmal spielerisch überprüfen. Wir haben dazu zehn Fragen vorbereitet. Von den jeweils vier Antwortalternativen können mehrere richtig sein.

Aufgabe: Wählen Sie zu jeder der zehn Fragen die aus Ihrer Sicht richtige(n) Antwort(en) aus. Das Quiz kann einzeln oder auch in Gruppen gelöst werden. Wer ist der Kreislaufwirtschafts-Champion?

Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft
Quiz Kommunale Kreislaufwirtschaft

Teilnahmeurkunde für Schüler und Auszubildende

Zur Dokumentation der erfolgreichen Teilnahme an den acht Lektionen können Sie Schülern und Auszubildenden eine Teilnahmeurkunde ausstellen. Die kostenlose Vorlage für die Urkunde können Sie hier unverbindlich anfordern.

Lektion 2: Kommunale Kreislaufwirtschaft 2

Gratis-Musterpaket mit unterrichtsbegleitendem Lehrmaterial

Zur besseren Vermittlung der Lektionsinhalte im Unterricht können Sie kostenlos und unverbindlich ein Musterpaket mit Materialproben, Infobroschüren und Demoprodukten anfordern.

Das Paket beinhaltet Proben von farbigem Gummigranulat, Muster hochwertiger Recyclingprodukte aus Reifen-Gummigranulat und eine Muster-Box mit Proben nachhaltiger Bodenbeläge fürs Dach.

Hiermit fordere ich unverbindlich ein kostenloses
NEW LIFE-Schulpaket für den Unterricht an.

You are currently viewing a placeholder content from Default. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.

More Information
Hinweis: Das Pflichtfeld ist gekennzeichnet. Alle weiteren Felder sind freiwillige Angaben. Ihre Daten werden nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung Ihrer Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert. Informationen zu der Datenverarbeitung finden Sie hier: Datenschutz.