Die perfekte Kreislaufwirtschaft

Ökologisch und Ökonomisch

Begriffsdefinition Kreislaufwirtschaft

Die perfekte Kreislaufwirtschaft meint nichts anderes, als Produkte, die bereits einmal verwendet wurden, nach dieser Erstverwendung erneut in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Im Idealfall werden dabei alle Phasen der Material- und Produktlebenszyklen berücksichtigt. Die Kreislaufwirtschaft beginnt also nicht erst bei der Entsorgung, sondern setzt schon bei der Produktentwicklung ein. Neue Produkte sollen so entwickelt werden, dass sie nach der Nutzung dem Wertstoffkreislauf optimal zugeführt werden können.

Von der Wegwerfzur Kreislaufwirtschaft

In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft werden Produkte aus hochwertigen Rohstoffen oft nur ein einziges Mal genutzt und im Anschluss weggeworfen. Die Materialien werden
in der Regel der Müllverbrennung zugeführt oder auf einer Deponie gelagert, nur ein geringer Anteil wird recycelt. Zudem gibt es zahlreiche Produkte, die so konzipiert sind, dass sie nur eine kurze Lebensdauer aufweisen, damit der Produzent mittelfristig neue Produkte verkaufen kann.

Die zirkuläre Wirtschaft zielt darauf ab, einmal gewonnene und genutzte Rohstoffe wiederzuverwenden und Abfall zu vermeiden. Die konsequente Mülltrennung wie sie in Deutschland bereits seit langem praktiziert wird, bietet dafür eine hervorragende Grundlage. Rohstoffe wie Papier werden bereits heute erfolgreich weiterverarbeitet und als Recyclingprodukt wieder in Umlauf gebracht.

Die perfekte Kreislaufwirtschaft ist zudem gekennzeichnet von hochwertigen und langlebigen Produkten, bei denen bereits bei der Herstellung darauf geachtet wird, dass diese nach der Verwendung optimal in Sekundärrohstoffe aufzusplitten sind und als solche in neuen, ebenfalls hochwertigen Produkten wieder Verwendung finden. Das Idealbild der Kreislaufwirtschaft ist dabei ein in sich geschlossenes System, bei dem nur ein Bruchteil an Material entsorgt wird. In Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit führt konsequentes Recycling nicht nur zu geringeren CO2-Emissionen durch die Wiederverwendung von Rohstoffen, sondern ermöglicht gleichzeitig der wachsenden Weltbevölkerung die Nutzung wertvoller Rohstoffe.

Übrigens: Für Gummiprodukte wie Altreifen besteht ein Deponierungsverbot. Sie sollen laut Kreislaufwirtschaftsgesetz im Optimalfall wiederverwendet bzw. alternativ stofflich oder thermisch verwertet werden. Die Partner der Initiative NEW LIFE haben sich der stofflichen Verwertung von End-of-Life-Tyres (ELT) verschrieben.

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